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1371
Politik und Weltgeschehen
- 22. Februar Robert II. aus dem Haus Stuart wird König von Schottland.
- Das Großserbische Reich stellt sich dem türkischen Vormarsch entgegen.
- Armbrüste aus Stahl kommen auf.
- 23. April - Wilhelm II., der zweite Sohn Markgraf Friedrich des Strengen und der Katharina von Henneberg († 1425)
- 28. Mai - Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund († 1419)
- 21. September - Friedrich I., Kurfürst von Brandenburg, Burggraf von Nürnberg, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, Markgraf von Brandenburg-Kulmbach († 1440)
- Zheng He, chinesischer Admiral und Seefahrer († 1435)
- Isabeau Königin von Frankreich ( - als Isabelle von Bayern, München, † September 1435, Paris)
- 22. Februar - David II., Sohn von Robert I. (Robert the Bruce) und dessen zweiter Gemahlin Elisabeth de Burgh, und Nachfolger auf dem schottischen Thron ( - 1324)
ko:1371년
simple:1371
Kategorie:1371
Robert II. (Schottland)Robert II. von Schottland ( - 2. März 1316 in Paisley, Renfrewshire; † 19. April 1390 in Dundonald Castle, Ayrshire; eigentlich Robert Stewart) war von 1371 bis zu seinem Tod schottischer König. Vor seinem Amtsantritt im Alter von 55 Jahren war er Truchsess (Steward) von Schottland. Er begründete die Königsdynastie der Stuart (damals noch Stewart geschrieben). Robert war der einzige Sohn von Walter Stewart und von Marjorie Bruce, der Tochter von König Robert the Bruce und dessen erster Ehefrau Isabella von Mar. Er kam per Kaiserschnitt auf die Welt und seine Mutter starb wenige Stunden nach der Geburt.
Regentschaft
1318 beschloss das schottische Parlament eine neue Nachfolgeregelung: Sollte Robert the Bruce ohne einen Sohn sterben, würde sein Enkel auf den Thron folgen. Doch die Geburt von David II. im Jahr 1324 verzögerte Roberts Thronbesteigung um beinahe 42 Jahre. Nachdem der noch junge David im Jahr 1329 König geworden war, übernahm der Truchsess eine wichtige Rolle in den schottischen Regierungsgeschäften. Er war einer der Anführer der schottischen Armee in der Schlacht bei Halidon Hill im Juli 1333. Nachdem er einige Siege über die Anhänger des abgesetzten Königs Edward Balliol erzielt hatte, wurden er und John Randolph zu Regenten gewählt, während David nach Frankreich in Sicherheit gebracht wurde.
Nachdem Randolph von den Engländern gefangen genommen wurde, war Robert Stewart nun alleiniger Regent. Er konnte die königliche Autorität über Schottland wieder herstellen und ermöglichte damit die Rückkehr Davids im Jahr 1341. In der Schlacht von Neville's Cross im Jahr 1346 wurde König David gefangen genommen und Robert Stewart übernahm erneut als Regent die Amtsgeschäfte.
Widerstand gegen David II.
Nach der Unterzeichnung eines Abkommens in Berwick-upon-Tweed, das die Zahlung eines hohen Lösegeldes vorsah, kehrte David im Jahr 1357 wieder nach Schottland zurück. Doch wegen der Armut des Landes war es nicht möglich, das Lösegeld zu bezahlen. Zwar wurden einige Raten abgestottert, doch David strebte danach, die Schuld zu begleichen, indem er den englischen König Eduard III. oder einen seiner Söhne zum schottischen Thronfolger ernennen wollte. Eine weitere Kränkung für Robert war, dass er (wahrscheinlich zu Unrecht) von David beschuldigt wurde, ihn bei Neville's Cross im Stich gelassen zu haben.
Im Jahr 1363 führte Robert Stewart eine Rebellion gegen den König an. Doch die Rebellion wurde bald niedergeschlagen und er musste sich ergeben. Zusammen mit vier seiner Söhne wurde er eingesperrt und erst kurz vor Davids Tod im Februar 1371 freigelassen.
König
Gemäß der von Robert the Bruce im Jahr 1318 erlassenen Gesetzes trat nun Robert Stewart die Thronfolge an und wurde im März 1371 in Scone zum König gekrönt. Er war kein besonders aktiver König und kümmerte sich kaum um die Regierungsgeschäfte. So übernahmen einflussreiche Adlige die Kontrolle in mehreren Bereichen des Staatswesens. 1378 brach erneut ein Krieg gegen England aus, doch der König beteiligte sich nicht persönlich an den Kämpfen. Nachdem unter anderem Edinburgh niedergebrannt worden war, endete der Konflikt 1388 mit dem Sieg der Schotten in der Schlacht bei Otterbourne.
Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der Gebrechlichkeit des Monarchen ernannte 1389 das Parlament seinen zweitältesten überlebenden Sohn, Robert Stewart, 1. Duke of Albany zum Regenten. Der König starb 1390 im Dundonald Castle und wurde in Scone beigesetzt. Sein ältester überlebender Sohn John trat als Robert III. die Thronfolge an.
Familie
In erster Ehe vermählte sich Robert mit Elizabeth Mure of Rowallan, mit der er die Söhne John ( - 1337), Walter ( - 1338), Robert ( - 1339) und Alexander ( - 1343), sowie die Töchter Margaret, Marjorie, Joan, Elizabeth, Isabella und Katharine, hatte. In zweiter Ehe heiratete er Euphemia of Ross, die Witwe seines ehemaligen Amtskollegen John Randolph. Sie schenkte ihm die Söhne David ( - 1356) und Walter ( - 1360) sowie die Töchter Margaret, Egidia und Elizabeth.
Seine erste Ehe war lange Zeit umstritten. Er hatte Elizabeth Mure, eine ehemalige Mätresse, im Jahr 1336 geheiratet. Doch viele hielten die Ehe nicht für rechtmäßig, wovon auch die Kinder aus dieser Ehe betroffen waren. 1349 wurde die Heirat wiederholt, um die Ehe zu legitimieren. Diese Tatsache sollte später zu einem Konflikt zwischen den Abkömmlingen der ersten Ehe (darunter Jakob I. und jenen der zweiten Ehe führen. Robert II. hatte darüber hinaus acht illegitime Kinder von meist unbekannten Frauen.
Kategorie:Mann
Kategorie:Stuart
Kategorie:König (Schottland)
Kategorie:Geboren 1316
Kategorie:Gestorben 1390
Haus StuartDas Haus Stuart (ursprünglich Stewart) regierte Schottland seit 1371 und England seit 1603.
Die Stuarts gingen aus der anglonormannischen Familie Fitz-Allan hervor, die am schottischen Königshof das erbliche Amt des Truchsessen (englisch: Steward) innehatte. 1371 bestiegen sie mit Robert II. den schottischen Thron.
Der erste Stuart auf dem schottischen Thron war Robert II. Mit Jakob V. starben die Stuarts 1542 im Mannesstamm aus. Die Linie wurde durch seine Tochter Maria Stuart fortgeführt, die den Namen von Stewart auf die französische Schreibweise Stuart änderte.
Maria Stuarts Sohn, Jakob VI., wurde 1603 nach dem Tode Elisabeths I. als Jakob I. englischer König.
Nachdem sie schon 1649 bis 1660 im Exil gelebt hatten, wurden sie endgültig 1688 in der Glorious Revolution vertrieben. Der letzte männliche Stuart-König, Jakob II., ging ins Exil. Seine Töchter Maria II. und Anne regierten noch bis 1694 bzw. 1714. Restaurationsversuche des Thronprätendenten Jakob III. in den Jahren 1708, 1715 und 1745/46 blieben erfolglos.
Mit dem Tode des Kardinals von York 1807 starb das Haus Stuart in der männlichen Hauptlinie aus; einige Nebenlinien existieren noch heute. Trotzdem sind bis heute sämtliche britischen Monarchen in direkter - weiblicher - Linie Nachfahren der Elisabeth Stuart, der Tochter Jakobs I., gen. die Winterkönigin, und damit nach wie vor "Stuarts".
Oberhäupter des Hauses Stewart
Dapifers von Dol
- Flaad I. († um 1080)
- Alan I. († ?)
- Alan II. († 1095)
- Flaad II. († um 1101-1102)
- Alan III († um 1121)
High Stewards von Schottland
- Walter the Steward, erster High Steward of Scotland ( † 1177)
- Allen Stuart, zweiter High Steward of Scotland ( † 1204)
- Walter Stewart I., dritter High Steward of Scotland ( † 1246)
- Alexander Steward, vierter High Steward of Sctoland ( † 1283)
- James Stuart, fünfter High Steward of Scotland ( † 1309)
- Walter Stewart II., sechster High Steward of Scotland ( † 1326)
- Robert Stewart, siebter High Steward of Scotland (später, Robert II.)
Schottische Monarchen
- Robert II. (1371-1390)
- Robert III. (1390-1406)
- Jakob I. (1406-1437)
- Jakob II. (1437-1460)
- Jakob III. (1460-1488)
- Jakob IV. (1488-1513)
- Jakob V. (1513-1542)
- Maria, Königin der Schotten (1542-1567)
- Jakob VI. (1567-1625)
Britische Monarchen
- Jakob VI. (Schottland) und I. von England (1603-1625)
- Karl I. (England) und Schottland (1625-1649)
- Karl II. (England) und Schottland (1660-1685)
- Jakob VII. (Schottland) und II. von England (1685-1688)
- Maria II. (England) und Schottland (1689-1694) - mit Wilhelm III. (England) und II. von Schottland, vom Haus Oranien-Nassau
- Anne (Großbritannien) (1702-1714)
Literatur
- John Miller: The Stuarts. – London : Hambledon & London, 2004. – ISBN 1852854324
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Kategorie:Geboren 1371
Wilhelm II. (Meißen)Wilhelm II. der Reiche ( - 23. April 1371; † 30. März 1425) war der zweite Sohn Markgraf Friedrich des Strengen und der Katharina von Henneberg.
Bei der Chemnitzer Teilung von 1382 erhielt er gemeinschaftlich mit seinen Brüdern Friedrich und Georg († 1402) das Osterland und Landsberg, nach dem Tod Markgraf Wilhelm I. des Einäugigen 1407 auch einen Teil Meißens. Im Vertrag von Naumburg 1410 einigten sich jedoch die Brüder Friedrich und Wilhelm auf eine erneute Landesteilung, teilten das Osterland unter sich auf und bei der Örterung von 1411 erhielt Wilhelm als seinen persönlichen Anteil den größeren Teil des Osterlandes, wozu ihm sein Bruder Friedrich der Streitbare durch Tausch Leipzig statt Jena überließ. 1420 beteiligte sich Wilhelm am Zuge seines Bruders gegen Prag.
Wilhelm II. starb am 30. März 1425 und soll mit Amelia von Masowien verheiratet gewesen sein, aus welcher Ehe aber keine Kinder hervorgingen. Nach Meinung von Prof. Dr. Karlheinz Blaschke blieb er jedoch unverheiratet.
Kategorie:Markgraf (Meißen)
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 1371
Kategorie:Gestorben 1425
1425
Politik und Weltgeschehen
- 19. Januar, Johann Tiergart OT wird zum Bischof von Kurland providiert
- Die Hussiten erobern Schrattenthal, Retz und Pulkau
- Spanien: Eingliederung Navarras durch Heirat in das Königreich Aragon
- 1. August: Friedrich I. (Pfalz), Kurfürst von der Pfalz von 1451 bis 1476 († 1476)
- 14. Oktober: Alesso Baldovinetti, italienischer Maler († 1499)
- Pomponius Laetus, italienischer Humanist († 1497)
- Johann von Wesel, deutscher Theologe († 1481)
- 30. März: Wilhelm II. der Reiche, Sohn von Markgraf Friedrich des Strengen und Katharina von Henneberg ( - 1371)
- 4. April: Hugo von Montfort, Dichter ( - 1357)
- 26. September: Sophie von Bayern, deutsche und böhmische Königin ( - 1376)
- Konrad von Soest, Maler ( - 1370)
ko:1425년
28. MaiDer 28. Mai ist der 148. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 149. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 217 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 585 v. Chr. - Eine durch Thales vorhergesagte Sonnenfinsternis bewirkt der Überlieferung nach einen Waffenstillstand zwischen den Lydern und den Medern.
- 1830 - US-Präsident Jackson unterzeichnet den Indian Removal Act zur zwangsweisen Umsiedlung der Indianer Nordamerikas.
- 1871 - Der 72 Tage anhaltende Aufstand des "Nationalkomitee der Nationalgarde" und der mit ihr verbündeten Pariser Bevölkerung - der Pariser Kommune - der u.A. durch die Ablehnung der Waffenstillstandsbedingungen nach dem Deutsch-Französischen Krieg begonnen hat, endet nach sechswöchigem Beschuss von Paris und mit der "Blutwoche" vom 21.-28- Mai, in der bei Kämpfen und den darauf folgenden Massenexekutionen 20-30.000 Menschen ihr Leben verlieren.
- 1918 - Armenien erklärt sich zur unabhängigen Republik.
- 1918 - Gründung der unabhängigen Republik Aserbaidschan
- 1926 - Revolte von Gomes da Costa in Portugal
- 1932 - Die Fertigstellung des Abschlussdeichs macht die niederländische Zuidersee zum Binnengewässer.
- 1937 - Die Golden Gate Bridge in San Francisco wird für den Autoverkehr freigegeben.
- 1938 - Hitler befiehlt den Ausbau des vor 1937 begonnenen Westwalls zu Frankreich.
- 1940 - Belgien. Kapitulation von König Leopold III..
- 1961 - Der Observer veröffentlicht einen Aufruf, sich durch Briefe für die Freilassung politischer Gefangener einzusetzen - Amnesty International ist geboren.
- 1964 - In Alexandria wird auf der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga die PLO ("Organisation zur Befreiung Palästinas") gegründet.
- 1979 - Der Beitrittsvertrag mit Griechenland zur europäischen Gemeinschaft (EG) wird unterzeichnet.
- 1983 - Die Grüne Partei der Schweiz wird gegründet.
- 1987 - Mathias Rust landet am Tag der Grenzstreitkräfte mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau.
- 1991 - Äthiopien. Sturz des kommunistischen Militärregimes.
- 1991 - Eritrea. Truppen der EPLF (Volksbefreiungsfront Eritrea) und der TPLF (Volksbefreiungsfront Tigray) marschieren in Addis Abeba ein und stürzen das kommunistische Militärregime.
- 1993- Edmund Stoiber wird Bayrischer Ministerpräsident
- 1993 - Monaco wird als 182. Mitglied in die Vereinten Nationen (UNO) aufgenommen. Ebenfalls aufgenommen werden Eritrea und Mazedonien
- 1999 - Dr. Rudolf Schuster wird Staatspräsident der Slowakei
Wirtschaft
- 1937 wird "Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH" gegründet. Daraus entstand dann der Volkswagen Konzern
- 1992 - Armenien tritt dem IWF bei.
Wissenschaft, Technik
- 2003 - München entscheidet sich als die erste Großstadt in Deutschland für die Ausrüstung der städtischen EDV mit Linux statt mit Windows.
Kultur
- 1608 - Uraufführung der Oper "Arianna" von Claudio Monteverdi in Mantua.
- 1904 - Die revidierte Fassung von Giacomo Puccinis Oper "Madame Butterfly" wird in Brescia uraufgeführt.
- 1905 - Uraufführung der Kinderoper "Der Schnee-Held" von César Cui in Jalta.
- 1920 - Uraufführung der Operette "Die blaue Mazur" von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1934 - Uraufführung der Oper "Rolande et le mauvais garçon" von Henri Rabaud an der Grand Opéra Paris.
- 1938 - Uraufführung der Oper "Mathis der Maler" von Paul Hindemith am Stadttheater in Zürich.
Religion
- 2003 - Der erste Ökumenische Kirchentag, ein Laientreffen von Christen vor allem der beiden großen Konfessionen in Deutschland unter der Losung "Ihr sollt ein Segen sein", beginnt in Berlin.
Katastrophen
- 1977 - Ein Feuer im Beverly Hills Supper Club in Southgate, Kentucky fordert 165 Menschenleben.
- 1995 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert die Stadt Neftegorsk auf Sachalin, Russland, ca. 2.000 Tote.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Der TSV 1860 München wird deutscher Fußballmeister.
- 1997 - Borussia Dortmund gewinnt das Endspiel der UEFA Champions League in München mit 3:1 Toren gegen die italienische Mannschaft von Juventus Turin.
Geboren
- 1371 - Johann ohne Furcht, Herzog von Burgund
- 1660 - Georg I., König von Großbritannien
- 1669 - Graf von Saint Germain, angeblich Sohn des Fürsten Franz II. Rákóczi.
- 1710 - Thomas Arne, britischer Komponist
- 1735 - François-Christophe Kellermann, französischer General
- 1738 - Joseph-Ignace Guillotin, französischer Arzt und Politiker
- 1759 - William Pitt der Jüngere, Premierminister von Großbritannien
- 1779 - Thomas Moore, irischer Schriftsteller
- 1786 - Louis McLane, US-amerikanischer Außenminister
- 1789 - Bernhard Ingemann, dänischer Schriftsteller
- 1807 - Louis Agassiz, US-amerikanischer Zoologe und Geologe
- 1818 - Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten
- 1836 - Alexander Mitscherlich (Chemiker), deutscher Chemiker
- 1840 - Hans Makart, österreichischer Maler und Dekorationskünstler
- 1841 - Giovanni Sgambati, Pianist
- 1853 - Carl Larsson, schwedischer Maler
- 1854 - Germán Riesco Errázuriz, chilenischer Politiker
- 1862 - Theodor Fischer, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1867 - Reimmichl, bürgerlich: Sebastian Rieger, Tiroler Volksdichter
- 1879 - Milutin Milanković, serbischer Astrophysiker
- 1879 - Henri-Pierre Roché, französischer Schriftsteller
- 1881 - Augustin Bea, Jesuit, römisch-katholischer Kardinal
- 1884 - Edvard Beneš, Mitbegründer, Außenminister und Präsident der Tschechoslowakei
- 1886 - Jakob Fischbacher, deutscher Politiker
- 1886 - Karl Aloys Schenzinger, deutscher Autor von Romanen und Sachbüchern
- 1888 - Jakob Fischbacher, deutscher Politiker der Bayernpartei
- 1888 - James Francis Thorpe, erfolgreicher Fünfkämpfer und Zehnkämpfer
- 1889 - Richard Réti, berühmter Schachspieler
- 1892 - Josef Dietrich, SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS
- 1893 - Mina Witkojc, niedersorbische Dichterin und Publizistin
- 1900 - Heinrich Müller, Chef der Gestapo im Reichssicherheitshauptamt
- 1906 - Wolf Albach-Retty, österreichischer Schauspieler
- 1908 - Ian Fleming, britischer Schriftsteller (James-Bond-Romane)
- 1910 - T-Bone Walker, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Fritz Hochwälder, Dramatiker
- 1912 - Patrick White, australischer Schiftsteller
- 1912 - Verena Loewensberg, Malerin
- 1915 - Wolfgang Schneiderhan, deutscher Geiger
- 1917 - Papa John Creach, US-amerikanischer Musiker
- 1918 - Marie-Luise Jahn, war Mitglied der Weißen Rose
- 1921 - Heinz Günther Konsalik, deutscher Schriftsteller
- 1923 - György Ligeti, ungarischer Komponist
- 1924 - Alfonso Prinz zu Hohenlohe, deutscher Adliger
- 1925 - Bülent Ecevit, türkischer Politiker, Regierungschef und Premierminister
- 1925 - Dietrich Fischer-Dieskau, deutscher Kammersänger (Bariton)
- 1926 - Gerhard Beil, SED-Funktionär und Minister für Außenwirtschaft der DDR
- 1929 - Horst Frank, deutscher Schauspieler
- 1930 - Frank Drake, US-amerikanischer Astronom und Astrophysiker
- 1931 - Carroll Baker, US-amerikanische Schauspielerin
- 1936 - Cathy Carr, US-amerikanische Sängerin
- 1938 - Jerry West, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1939 - Prince Buster, jamaikanischer Musiker und Songschreiber
- 1940 - Wilfried Baasner, deutscher Schauspieler
- 1940 - Maeve Binchy, irische Schriftstellerin und Kolumnistin
- 1943 - Tony Mansield, britischer Musiker
- 1944 - Billy Vera, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Gladys Knight, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 1944 - Rudolph Giuliani, US-amerikanischer Politiker, Bürgermeister von New York City
- 1945 - John Fogerty, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Leo Pleysier, niederländischsprachiger Schriftsteller aus Belgien
- 1947 - Frangis Ali-Sade, aserbaidschanische Komponistin
- 1948 - Ray Laidlaw, britischer Musiker
- 1949 - Ernst Burgbacher, deutscher Politiker und Mitglied der FDP
- 1956 - Jerry Douglas, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1959 - Steve Strange, britischer Sänger und Songschreiber
- 1963 - Valerie Dore, italienische Sängerin
- 1967 - Omar Pedrini, italienischer Musiker
- 1968 - Kronprinz Frederik, dänischer Kronprinz
- 1968 - Kylie Minogue, australische Sängerin und Schauspielerin
- 1969 - Eric Fish, deutscher Sänger und Musiker
- 1971 - Ekaterina Gordeeva, russische Eiskunstläuferin
- 1971 - Isabelle Carré, französische Filmschauspielerin
- 1972 - Boris Palmer, deutscher Politiker und MdL
- 1972 - Michael Boogerd, niederländischer Radrennfahrer
- 1974 - Hans Jörg Butt, deutscher Fußballspieler
Gestorben
Hans Jörg Butt
- 1505 - Ascagnio Sforza, Erzbischof von Eger, Kardinal
- 1551 - Johannes Aal, Schweizer Theologe, Komponist und Dramatiker
- 1747 - Luc de Clapiers, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller
- 1750 - Sakuramachi, 115. Kaiser von Japan
- 1787 - Leopold Mozart, Salzburger Geiger, Musikpädagoge, Komponist
- 1805 - Luigi Boccherini, italienischer Komponist und Cellist
- 1833 - Friedrich Haeffner, schwedischer Komponist
- 1836 - Anton Reicha, tschechischer Komponist
- 1849 - Anne Brontë, britische Schriftstellerin
- 1869 - Ernst Wilhelm Hengstenberg, deutscher protestantischer Theologe
- 1872 - Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern
- 1890 - Victor Ernst Nessler, deutscher Komponist
- 1902 - Adolf Kussmaul, deutscher Arzt und medizinischer Forscher
- 1905 - Balduin Möllhausen, deutscher Reisender und Schriftsteller
- 1905 - Friedrich Junge, deutscher Biologe
- 1910 - Emil Zuckerkandl, österreichischer Mediziner
- 1912 - Paul Emile Lecoq de Boisbaudran, französischer Chemiker
- 1916 - Albert Lavignac, französischer Musikwissenschaftler und Komponist
- 1916 - Iwan Franko, ukrainischer Dichter und Schriftsteller
- 1918 - Richard Aßmann, deutscher Meteorologe
- 1933 - Marga von Etzdorf, deutsche Fliegerin
- 1936 - Bertha Pappenheim, Frauenrechtlerin und Sozialarbeiterin
- 1936 - Karl Litzmann, deutscher General der Infanterie im Ersten Weltkrieg
- 1937 - Alfred Adler, österreichischer Allgemeinmediziner und Sozialmediziner; Begründer der Individualpsychologie
- 1938 - Diedrich Speckmann, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Väinö I., Prinz und Landgraf zu Hessen sowie zwei Monate lang König von Finnland
- 1970 - Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal
- 1971 - Audie Murphy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1972 - Eduard VIII. König von Großbritannien
- 1974 - Hans Georg Wunderlich, deutscher Geologe
- 1976 - Steffan Danielsen, färöischer Maler
- 1981 - Mary Lou Williams, US-amerikanische Jazzpianistin
- 1989 - Erwin Welke, deutscher Politiker
- 1990 - Wilhelm Wagenfeld, deutscher Gebrauchs-Designer
- 2000 - Donald Watts Davies, Physiker
- 2001 - Tony Ashton, englischer Musiker
- 2003 - Alexander Heimann, Schweizer Krimiautor
- 2003 - Friedrich Baumschulte, deutscher Schauspieler
- 2003 - Ilya Prigogine, russisch-belgischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 2004 - Jerzy Klempel, polnischer Handballspieler
- 2004 - Umberto Agnelli, italienischer Industrieller (Fiat)
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Aserbaidschan (Unabhängigkeitstag von 1918)
- Nationalfeiertag in Äthiopien (Tag der Revolution von 1991)
Siehe auch
- 27. Mai - 29. Mai
- 28. April - 28. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0528
ja:5月28日
ko:5월 28일
simple:May 28
th:28 พฤษภาคม
1419
Politik und Weltgeschehen
- In der Hansestadt Rostock wird die erste Universität im gesamten Ostseeraum gegründet: Universität Rostock
- Der Begriff „Hexe“ taucht erstmals auf
- 7. März: Mechthild von der Pfalz, Erzherzogin; herausragende Persönlichkeit des deutschen Mittelalters († 1482)
- 10. Juli: Go-Hanazono, 102. Tennō (Kaiser) von Japan († 1470)
- 10. Februar: Ulrich Ensinger, Baumeister der süddeutschen Gotik ( - 1350)
- 12. August: Heinrich Grymhardt, Priester und Offizial in Köln
- 16. August: Wenzel, römisch-deutscher König und als Wenzel IV. König von Böhmen, Kurfürst von Brandenburg ( - 1361)
- 10. September: Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund ( - 1371)
- 22. Dezember: Johannes XXIII., Gegenpapst 1410–1415 ( - um 1370)
ko:1419년
21. SeptemberDer 21. September ist der 264. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 265. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 101 Tage.
Ereignisse
Politik
- 454 - Der herrenberger Kaiser Valentinian III. ermordet seinen Feldherren Aëtius.
- 1520 - Süleyman I. der Prächtige wird Sultan und Kalif von Konstantinopel.
- 1676 - Benedetto Odescalchi wird Papst Innozenz XI..
- 1745 - Jakobitische Rebellen unter der Führung von Charles Edward Stuart schlagen in der Schlacht bei Prestonpans britische Regierungstruppen unter General Sir John Cope vernichtend und gewinnen damit zeitweilig die Herrschaft über ganz Schottland.
John Cope]
- 1793 - Beginn der Terrorherrschaft des Wohlfahrtsausschusses unter Maximilien de Robespierre während der Französischen Revolution
- 1898 - Im Kaiserreich China stürzt die Kaisermutter Tz`u Hsi ihren Sohn Te Tsun und beendet dessen Reformkurs ("Reform der 100 Tage").
- 1916 - SPD in der Krise: der Parteivorsitzende Friedrich Ebert berichtet auf der Reichskonferenz von einem Schrumpfen der Mitgliederzahl um 64%.
- 1931 - Großbritannien verlässt den Goldstandard, das Pfund Sterling wird freie Währung.
- 1949 - Die Alliierte Hohe Kommission nimmt ihre Arbeit auf.
- 1949 - Aufhebung der Zensur und Reglementierung der Presse durch die Besatzungsmächte.
- 1949 - Das Inkrafttreten des Besatzungsstatus gibt der Bundesrepublik Deutschland die vollständige Verfügung über die Judikative, Legislative und Exekutive zurück.
- 1956 - Der Magistrat der Stadt Berlin beschließt, das Brandenburger Tor wieder aufzubauen.
- 1964 - Malta erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1965 - Singapur, die Malediven und Gambia werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
- 1965 - Niederlande. Im Parlament von Den Haag kündigt Königin Juliana die Hochzeit der Thronfolgerin, Prinzessin Beatrix mit dem ehemaligen Bonner Diplomaten Claus von Amsberg an.
- 1971 - Katar, Bhutan und Bahrain werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 1972 - Der Deutsche Bundestag billigt die Rentenreform (Einführung der flexiblen Altersgrenze).
- 1976 - Seychellen werden Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1979 - Sturz von Kaiser Bokassa I. durch David Dacko und Proklamation der Zentralafrikanischen Republik.
- 1981 - Belize (bis 1973 Britisch-Honduras) wird unabhängig.
- 1991 - Armenien erhält seine Unabhängigkeit.
- 1991 - Bürgerrechtler der ehemaligen DDR gründen die parteiliche Organisation "Bündnis 90".
- 1993 - Der russische Staatspräsident Boris Jelzin entmachtet das Parlament durch Auflösung beider Kammern der Volksvertretung.
- 1997 - Parlamentswahlen in Polen: das neugegründete Wahlbündnis AWS (Akcja Wyborcza "Solidarność") von Marian Krzaklewski siegt.
- 2001 - Arnold Rüütel wird Staatspräsident in Estland.
Kultur
Estland
- 1457 - Gründung der Universität Freiburg.
- 1820 - Alexander Sergejewitsch Puschkin wird nach Chişinău verbannt.
- 1893 - Uraufführung von Gerhart Hauptmanns sozialkritischer Komödie "Der Biberpelz" in Berlin.
- 1929 - Uraufführung der Oper Engelbrekt von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm.
- 1945 - Die erste Modenschau der Nachkriegszeit findet in Paris statt.
- 2004 - Eröffnung des National Museum of the American Indian in Washington D.C..
Technik
- 1799 - Die erste Gasheizung wird von dem französischen Erfinder Philippe Lebon zum Patent angemeldet.
- 1903 - Dr. August Oetker lässt sich das Verfahren zur Herstellung von Backpulver patentieren.
Wissenschaft
- 1925 - Skelett eines Frühmenschen in Ehringsdorf bei Weimar gefunden, siehe: Ehringsdorfer Urmensch
- 2003 - Die Mission der amerikanischen Raumsonde Galileo endet durch einen kontrollierten Absturz in den Jupiter.
Diverses
- 1847 - Auf der Insel Mauritius, einer britischen Kronkolonie, werden zwei Briefmarken ausgegeben, die Rote und Blaue Mauritius.
Katastrophen
- 1869 - Die Dresdner Semper-Oper wird bei einem verheerenden Brand vernichtet.
- 1921 - Ammoniumnitrat-Explosion in der IG-Farben-Fabrik (heutige BASF) in Ludwigshafen-Oppau (Deutsches Reich). 500 Tote, 2000 Gebäude zerstört.
- 1938 - Ein großer Hurrikan trifft von Nordost Long Island(bei NY), 600 Todesopfer.
- 1957 - Untergang des deutschen Segelschulschiffs Pamir in einem Orkan südwestlich der Azoren: 80 der 86 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
- 1993 - Beim Anflug auf Sochumi in Georgien wurde eine Tupolew Tu-134 der Transair Georgia von abchasischen Separatisten abgeschossen. Alle 27 Insassen starben.
- 1995 - Moron, Mongolei. Eine Antonow An-24 der MIAT aus Ulan-Bator sank zu früh und prallte gegen einen Berg. Von 43 Insassen überlebte nur einer.
- 1999 - Taiwan wird von einem schweren Erdbeben erschüttert. Etwa 2200 Menschen kommen ums Leben.
- 2001 - Bei einem schweren Chemieunfall, der Explosion in Toulouse kam es in der französischen Stadt zu erheblichen Sachschaden. 31 Menschen starben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1955 - Der Schwergewichtsboxer Rocky Marciano verteidigt zum sechsten (und letzten) Mal seinen Weltmeistertitel gegen seinen US-amerikanischen Landsmann Archie Moore.
- 1980 - Gérard d'Aboville erreicht nach 72 Tagen den Hafen Brest und wird damit der erste Mensch, der alleine im Ruderboot den Atlantik überquert hat.
- 1985 - Michael Spinks gewinnt seinen Boxkampf und damit die Weltmeisterschaft im Schwergewicht gegen Larry Holmes, für Holmes war es die erste Niederlage nach 48 Siegen.
Geboren
Larry Holmes (1452-1498)]]
- 1371 - Friedrich I., Kurfürst von Brandenburg
- 1415 - Friedrich III., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1452 - Girolamo Savonarola, italienischer Theologe und Politiker
- 1645 - Louis Joliet, französischer Entdecker und Kartograf (entdeckte zusammen mit Jacques Marquette den Mississippi)
- 1779 - Hermann Wedel-Jarlsberg, norwegischer Politiker
- 1787 – Karl Immanuel Nitzsch, Theologe
- 1791 - Théodore Géricault, französischer Künstler
- 1792 - Johann Peter Eckermann, deutscher Dichter und enger Vertrauter Goethes
- 1801 - Moritz Hermann von Jacobi, deutscher Physiker und Ingenieur
- 1842 - Abdülhamid II., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1845 - Ernst August, Kronprinz von Hannover, der letzte Kronprinz des Königreichs Hannover
- 1850 - Hans Sitt, deutscher Komponist
- 1853 - Heike Kamerlingh Onnes, niederländischer Physiker
Heike Kamerlingh Onnes
- 1866 - Herbert George Wells, britischer Schriftsteller (Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine)
- 1874 - Gustav Holst, britischer Komponist
- 1874 - Karl Jarres, DVP-Politiker in der Weimarer Republik, Reichsvizekanzler (1923-1925)
- 1885 - Elisabeth Müller, schweizerische Jugendschriftstellerin
- 1899 - Juliusz Schauder, polnischer Mathematiker
- 1904 - Hans Hartung, deutscher Künstler
- 1904 - Franz Stock, katholischer Priester
- 1905 - Marguerite Roberts, US-amerikanische Drehbuchautorin
- 1906 - Aristoteles Onassis, griechischer Unternehmer
- 1908 - George Simpson, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 1909 - Kwame Nkrumah, ghanesischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1912 - Chuck Jones, US-amerikanischer Cartoonist und Zeichentrickfilm-Regisseur (Ehren-Oscar für sein Lebenswerk 1996)
- 1920 - Vico Torriani, schweizerischer Sänger, Schauspieler und TV-Moderator
- 1921 - Hermann Buhl, österreichischer Bergsteiger
- 1925 - Victor Kirst, deutscher Politiker (FDP)
- 1926 - Donald A. Glaser, amerikanischer Physiker und Neurobiologe (Nobelpreis 1960)
- 1931 - Larry Hagman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1932 - Reinhold Schreiner, deutscher Arbeitsdirektor
- 1934 - Leonard Cohen, kanadischer Sänger
- 1935 - Sigrid Valdis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1936 - Jean Pütz, deutscher Journalist
- 1940 - Dickey Lee, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Ilse Falk, deutsche Politikerin (CDU)
- 1943 - Klaus Kordon, deutscher Schriftsteller
- 1943 - Kevin Murphy, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Dicky Tarrach, deutscher Musiker
- 1946 - Moritz Leuenberger, Schweizer Politiker (SPS), Bundesrat seit 1995
- 1947 - Don Felder, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber (Eagles)
- 1947 - Stephen King, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1947 - Jacques-Èdouard Alexis, haitianischer Politiker und Regierungschef
- 1947 - Anke Spoorendonk, Politikerin der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein
- 1950 - Bill Murray, US-amerikanischer Schauspieler
- 1951 - Aslan Alijewitsch Mashadow, Staatspräsident von Tschetschenien
- 1953 - Betty Wright, US-amerikanische Sängerin
- 1953 - Reinhard Marx, katholischer Bischof von Trier seit 2001
- 1954 - Phil Taylor, britischer Musiker
- 1955 - Mika Kaurismäki, finnischer Regisseur
- 1955 - Andreas Trautvetter, deutscher CDU-Politiker, Minister in Thüringen
- 1955 - Andrei Wladimirowitsch Gawrilow, russischer Pianist
- 1965 - Frédéric Beigbeder, französischer Schriftsteller
- 1966 - Kiefer Sutherland, kanadischer Schauspieler
- 1967 - Faith Hill, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1967 - Vera Int-Veen, deutsche Moderatorin
- 1972 - David Silveria, US-amerikanischer Musiker, Schlagzeuger der Band Korn
- 1974 - Henning Fritz, deutscher Handballspieler
- 1974 - Daniel Bogusz, polnischer Fußballspieler
Gestorben
- 19 v. Chr. - Vergil (Publius Vergilius Maro), römischer Dichter
- 687 - Konon (Papst), Papst von 686 bis 687
- 985 - Warin, Erzbischof von Köln
- 1109 - Svatopluk II., böhmischer Herzog
- 1317 - Viola Alžběta Těšínská, Königin in Böhmen
- 1327 - Eduard II., 1307 bis 1327 König von England
- 1384 - Ludwig I. (Anjou), nicht anerkannter König von Neapel
Ludwig I. (Anjou)
- 1558 - Karl V. (HRR), König von Spanien und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1576 - Gerolamo Cardano, italienischer Arzt und Mathematiker
- 1586 - Antoine Perrenot de Granvelle, Kardinal und Minister
- 1637 - Carlo I. Gonzaga, Herzog von Nevers und Rethel
- 1643 - Huang Tai Ji, Kaiser von China
- 1792 - Philipp von Westphalen, Vertrauter des Herzogs Ferdinand von Braunschweig
- 1812 - Emanuel Schikaneder, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor
- 1832 - Walter Scott, schottischer Schriftsteller
- 1850 - Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe
Friedrich Robert Fählmann
- 1860 - Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
- 1866 - Karl Ludwig Hencke, deutscher Amateurastronom
- 1883 - Conrad Bursian, deutscher Philologe und Archäologe
- 1904 - Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé-Indianer
- 1905 - Rudolf Baumbach, deutscher Dichter
- 1921 - Eugen Dühring, deutscher Nationalökonom, Sozialist und Philosoph
- 1930 - Hans Bußmeyer, deutscher Komponist
- 1936 - Antoine Meillet, französischer Sprachwissenschafter
- 1939 - Georg Witkowski, deutscher Literaturhistoriker
- 1950 - Anton Kippenberg, deutscher Verleger
- 1956 - Karl Caspar, deutscher Maler
- 1957 - Bertha Krupp von Bohlen und Halbach, Besitzerin des Krupp-Konzerns
- 1957 - Haakon VII., König von Norwegen
- 1958 - Peter Whitehead, englischer Formel 1- und Sportwagen-Rennfahrer
- 1962 - Marie Bonaparte, französische Psychoanalytikerin
- 1964 - Bo Carter, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1964 - Otto Grotewohl, deutscher Politiker und Ministerpräsident der DDR
- 1967 - Johannes Hoffmann (CVP), deutscher Politiker
- 1971 - Bernardo Alberto Houssay, argentinischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1972 - Henry de Montherlant, französischer Schriftsteller
- 1974 - Jacqueline Susann, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1974 - Walter Brennan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1978 - Peter Vogel, deutscher Schauspieler
- 1979 - Sámal Joensen-Mikines, färöischer Maler
- 1980 - Waldir Azevedo, brasilianischer Komponist und Cavaquinhospieler
- 1982 - Herbert Hisel, deutscher Humorist
- 1987 - Jaco Pastorius, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist
- 1988 - Henry Koster, deutscher Filmregisseur
- 1996 - Claus Holm, deutscher Schauspieler
- 1996 - Erika Cremer, deutsche Professorin der Physik
- 1998 - Florence Griffith Joyner, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2002 - Michael Croissant, deutscher Bildhauer
- 2002 - Peter Kowald, deutscher Jazzmusiker
- 2003 - Erich Hallhuber, deutscher Schauspieler
- 2005 - Ramón Martín Huerta, mexikanischer Politiker
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Debora (Deborah (Prophetin)), Jonas (Jona (Prophet)), Matthäus (Matthäus (Evangelist)), Matthieu
- Nationalfeiertag in Armenien (Unabhängigkeitstag von 1991)
- Nationalfeiertag in Malta
- Nationalfeiertag in Belize (Unabhängigkeitstag von 1981)
- Weltfriedenstag (früher Eröffnungstag der Jahrestagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen)
- Welt-Alzheimertag der Weltgesundheitsorganisation (Alzheimersche Krankheit)
Siehe auch
- 20. September - 22. September
- 21. August - 21. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0921
ja:9月21日
ko:9월 21일
simple:September 21
th:21 กันยายน
1440
Politik und Weltgeschehen
- Johannes Gutenberg erfindet die beweglichen Letter für den Buchdruck
- Ausbruch von Konflikten im Alten Zürichkrieg (bis 1446)
- 22. Januar: Iwan III., von 1462 bis 1503) Herrscher von Russland († 1505)
- 13. Februar: Hartmann Schedel, deutscher Historiker († 1514)
- 22. Februar: Ladislaus Postumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und als Ladislaus V. König von Ungarn († 1457)
- 20. September: Friedrich I., Burggraf von Nürnberg, Kurfürst von Brandenburg ( - 1371)
- 23. September: Lorenzo di Giovanni de Medici, Sohn des Giovanni di Bicci de Medici und der Bruder von Cosimo de Medici ( - 1395)
- 26. Oktober: Gilles de Rais, französischer Heerführer und Marschall von Frankreich ( - 1404)
ko:1440년
Zheng He
Zhèng Hé 鄭和 (in anderer Transliteration: Cheng Ho, auch 三寶 Sān Bǎo genannt, Geburtsname Ma Ho; - 1371 Kunming in der Provinz Yunnan; † 1433 oder 1435) gilt als der berühmteste chinesische Admiral und einer der bedeutendsten Seefahrer des 2. Jahrtausends nach Christus.
Zheng He unternahm mit gewaltigen Flotten zwischen 1405 und 1433 sieben große Expeditionen in den Pazifik und den Indischen Ozean. Dabei bekämpfte er nicht nur erfolgreich das Piratenunwesen, sondern erforschte auch die Meere bis nach Arabien und Ostafrika. Seine Dschunken, die mit bis zu 150 m Länge und 9 Masten zu den größten Holzschiffen aller Zeiten gehörten, legten dabei mehr als 50.000 km zurück.
Sein Beiname San Bao hat Spekulationen darüber ausgelöst, dass der Muslim Zheng He das historische Vorbild für die arabische Sagengestalt Sindbad der Seefahrer gewesen sein könnte.
Leben und Reisen Zheng Hes
Zheng He wurde zur Zeit der Ming-Dynastie in Kunyang, dem heutigen Puning, in der südchinesischen Provinz Yunnan als Sohn einer muslimischen Familie geboren. Sein Geburtsname war Ma He. Er war ein direkter Nachkomme – in sechster Generation – des berühmten, in den Diensten der Mongolen stehenden, Ministers Sayyid ’Umar Shams al-Dīn (1211-1279), dessen Vorfahren ursprünglich aus Buchara stammten und als Nachfahren Mohammeds galten. Sein Großvater und Vater hatten, als gläubige Muslime, beide die Hadsch, die Pilgerfahrt nach Mekka absolviert. Im Jahre Hongwu 15 (1382) geriet er als elfjähriger Junge in Gefangenschaft der Ming-Truppen, die gerade die Provinz Yunnan befriedeten. Mit 13 Jahren wurde er kastriert und kam als Diener zunächst an den Hof des Prinzen von Yan, Zhu Di, der später als Cheng Zu der Yongle-Kaiser (1403-1424) der Ming-Dynastie werden sollte.
Ma He zeigte sich als außergewöhnlicher Diener und wurde in der Kriegskunst und Diplomatie unterwiesen. Prinz Zhu Di gab Ma He den neuen Namen Zheng He (Cheng Ho), nachdem das Pferd des Eunuchen in einer Schlacht bei Zhenglunba getötet wurde. Als weiterer Name Zheng Hes tritt San Bao auf, was drei Juwelen bedeutet. Zheng He war nach den Berichten eine imposante Erscheinung. Er soll über zwei Meter groß gewesen sein (wobei große Persönlichkeiten in Überlieferungen oft größer dargestellt wurden als sie wirklich waren) und eine tiefe Stimme gehabt haben (die Kastration erfolgte also nach dem Stimmbruch).
Als Prinz Zhu Di im Jahre 1402 Kaiser wurde, bedeutete dies auch einen erheblichen Machtzuwachs für Zheng He. 1403 ernannte der Kaiser ihn zum Admiral und befahl, eine Flotte von Schatzschiffen zu bauen und damit die Gewässer rund um China zu erkunden. Admiral Zheng He war der erste Eunuch, der eine so hohe militärische Position in China bekleidete.
Vermutlich führte er auf seinen Reisen ein Glas mit seinem Gemächt mit, damit er im Fall eines Unglücks wenigstens im Jenseits wieder "ein ganzer Mann" sei.
Die erste Schatzflotte bestand aus 62 Schiffen. Vier davon gehörten zur größten Klasse, den so genannten Schatzschiffen, und waren ca. 122 m lang und 50 m breit.
Sie waren die Flaggschiffe der Flotte und wurden in Nanking am Jangtse gebaut. Unter den Schiffen waren auch 100 m lange Pferdeschiffe, die nur Pferde transportierten, Wasserschiffe, die nur Frischwasser für die Crew beförderten, Versorger und Kriegsschiffe. Die Flotte hatte tausende von Tonnen chinesischer Handelsgüter an Bord. Im Herbst 1405 lief die Flotte mit 27.800 Mann Besatzung aus.
Zur Navigation wurde bereits der Kompass benutzt, der in China im 11. Jahrhundert erfunden wurde. Markierte Räucherstäbchen dienten als Uhren. Jeder Tag umfasste 10 Wachen zu je 2,4 Stunden (2 h : 24 min). Die geografische Breite wurde durch Messung der astronomischen Höhe des Polarsterns im Norden und des Kreuzes des Südens auf der Südhalbkugel ermittelt. Ziel der ersten Reise war Calicut in Indien. Indien war bereits im 7. Jahrhundert vom chinesischen Entdecker Hsuan Tsang auf dem Landweg erforscht worden. Die Flotte machte Station in Vietnam, Java, Malakka und fuhr dann nach Westen quer über den Indischen Ozean nach Sri Lanka und an die Südostküste von Indien. Den Winter 1406/1407 verbrachte die Flotte dort mit Handel und Diplomatie. Auf dem Rückweg bekämpfte die Flotte Piraten, die den Handel mit Indien behinderten, und nahm den Anführer gefangen. Die Rückkehr nach Nanking erfolgte noch im Jahr 1407.
Die zweite Reise der Schatzflotte ging erneut nach Indien, um dort die Macht des Königs von Calicut zu sichern. Zheng He nahm nicht persönlich teil, da er in China die Aufsicht über die Instandsetzung von Tempeln hatte.
Die dritte Reise, für Zheng He die zweite, wurde mit 48 Schiffen und ca. 30.000 Mann Besatzung durchgeführt. Sie verlief auf einer ähnlichen Route wie die erste Reise. Auf dem Weg wurden Lager für Güter eingerichtet. Der König von Sri Lanka zeigte sich gegenüber den Chinesen feindlich. Zheng Hes Truppen besiegten die Streitkräfte des Königs und nahmen ihn gefangen. Er wurde nach Nanking mitgenommen.
Ende 1412 erhielt Zheng He vom Kaiser den Befehl zu einer vierten Reise. Um den Jahreswechsel 1413/1414 lief die Flotte mit 63 Schiffen und 28.560 Mann aus. Ziel war die Straße von Hormuz am persischen Golf, bekannt für Perlen und Edelsteine. Teile der Flotte segelten entlang der Ostküste von Afrika bis nach Mosambik. Im Sommer 1415 kehrte die Flotte mit arabischen und afrikanischen Diplomaten und zahlreichen Schätzen des Orients nach Nanking zurück.
Die fünfte Reise wurde vom Kaiser 1416 befohlen, um Diplomaten aus Nanking in ihre Heimatländer zurückzubringen. Die Schatzflotte verließ Nanking 1417 und machte ihren Weg über den Persischen Golf zur Ostküste Afrikas. Sie kehrte 1419 zurück.
Sechste Reise (1421–1422)
Die Schatzflotte lief im Frühjahr 1421 aus. Die Reise ging über Südostasien, Indien und den Persischen Golf erneut nach Afrika. Zheng He selbst kehrte Ende 1421 nach China zurück, der Rest der Flotte 1422.
Kaiser Zhu Di starb 1424. Dies bedeutete nicht nur für Zheng He persönlich, sondern auch für die chinesische Seefahrt einen schweren Schlag. Der neue Kaiser Hongxi (Zhu Dis Sohn) machte den Reisen der Schatzflotte ein Ende und schickte Schiffbauer und Seeleute nach Hause. Zheng He wurde Militärkommandant der Hauptstadt Nanking.
Kaiser Hongxi starb 1426. Sein Sohn, der Xuande-Kaiser, bestieg den Kaiserthron. Er neigte den Interessen seines Großvaters zu und ließ die Schatzflotte reaktivieren. 1430 gab er Order zu einer erneuten Reise. Zheng He wurde wieder als Admiral eingesetzt. Ziel dieser Reise war die Wiederherstellung friedlicher Beziehungen mit den Königreichen von Malakka und Thailand. Ein Jahr später lief die Flotte mit 100 Schiffen und 27.500 Mann aus.
Tod Zheng Hes und Ende der Flottenpolitik
Die Berichte über Zheng Hes Tod sind widersprüchlich. Nach einigen Angaben soll er noch auf der Heimreise im Jahr 1433 gestorben sein, nach anderen 1435 nach der Rückkehr. Zheng Hes Grab liegt bei Nanking (Nanjing). Dort befinden sich noch heute drei der großen Trockendocks, auf denen er seine Schiffe bauen ließ. Das Grabmal wurde 1985 zum 580. Jahrestag der ersten Reise der Schatzflotte restauriert.
Der Nachfolger des Kaisers Xuande Zhengtong schlug eine völlig andere Seefahrtspolitik ein. Sämtliche Schatzschiffe wurden im 15. Jahrhundert mit großer Wahrscheinlichkeit aus innenpolitischen Gründen zerstört. Der Außenhandel Chinas wurde beschränkt. Der Bau von Schiffen mit mehr als 3 Masten wurde mit der Todesstrafe bedroht. Viele Berichte über Zheng Hes Reisen und seine Tätigkeit wurden vernichtet, so dass heute nur noch spärliche Quellen vorhanden sind. Nach einiger Zeit wurden die Außenhandelsrestriktionen gelockert und die chinesische Handelsflotte prägte wieder die Meere Südostasiens.
Folgen für Europa
Der Venezianer Niccolo di Conti reiste um 1430 nach China und berichtete später auch über den chinesischen Schiffbau. Vermutlich gehörten seine Berichte zur Lektüre des portugiesischen Prinzen Heinrich, genannt „der Seefahrer“, und bestärkten ihn in seinen Anstrengungen zur Förderung der Seefahrt, der Entwicklung hochseegängiger Schiffe und verbesserter Navigation. Diese wurden – rund 80 Jahre nach Zheng He – zur Grundlage der Entdeckungsfahrten von Vasco da Gama, Ferdinand Magellan und Christoph Kolumbus. Schon 1434, exakt im selben Jahr, in dem die chinesischen Entdeckungsfahrten zum Erliegen kamen, umfuhr der portugiesische Seefahrer Gil Eanes im Auftrag Heinrichs des Seefahrers das Kap Bojador an der Westküste Afrikas, eine entscheidende Etappe auf der Entdeckung des Seewegs nach Indien und damit auch auf dem Weg zur europäischen Expansion.
Spekulationen über weitere Reisen der Schatzflotte
Nach chinesischen Berichten aus der Qing-(auch Ch'ing- oder Mandschu-)Dynastie (1644–1911) soll Zheng He auch ein Land namens Franca (Portugal / Frankreich) und Holland besucht und die Einwohner Hollands als große Leute mit langen roten Haaren, Bärten und großen Füßen beschrieben haben. Diese Berichte über eine Reise, bei der Zheng He rund 80 Jahre vor Vasco da Gama den Seeweg von Asien nach Europa um das Kap der Guten Hoffnung entdeckt hätte, sind jedoch sehr zweifelhaft. Zum einen fehlen entsprechende Berichte aus Europa, wo die Ankunft chinesischer Schiffe sicher nicht unbemerkt geblieben wäre. Zum anderen waren Holländer und Portugiesen zur Entstehungszeit der Berichte in China längst bekannt.
Unklar ist auch, ob ein Teil von Zheng Hes Flotte nach Amerika gelangte, obwohl vor der Küste Perus Ankersteine gefunden wurden, die von chinesischen Dschunken stammen könnten.
Ein weiterer möglicher Beweis, der diese Theorie stützt, sind Spuren chinesischer Einflußnahme auf südamerikanischer Kulturen. Die Kultur der Olmeken, die für Vorfahren der Maya gehalten werden, war offenbar stark durch die chinesische Shang-Kultur beeinflusst. Das zeigen Artefakte aus Jade, Stein und Ton, die in Mittelamerika und im Südwesten der USA ausgegraben wurden. Die Inschriften auf den Gegenständen ähneln 3000 Jahre alten chinesischen Inschriften. Das berichtet Mike Xu von der Texas Christian University in einer Ausgabe des Quarterly Journal of Shanghai Academy of Social Sciences von 1999.
Als Xu seine amerikanischen Artefakte nach China brachte, glaubten die dortigen Experten, er habe lediglich neue Exemplare aus der Shang-Zeit, zwischen 1600 und 1100 vor Christus. Die Symbole für Landwirtschaft, Astronomie, Regen, Religion, Opfer, Sonne, Himmel, Baum und Wasser waren in beiden Kulturen nahezu identisch.
Nach Xus Angaben bestehen auch kulturelle Ähnlichkeiten zwischen den beiden Völkern: Sie hatten vergleichbare religiöse Praktiken, benutzen zum Beispiel einen Opferaltar und verehrten das Mineral Jade. Die Chinesen könnten eine günstige Meereströmung, den "Schwarzen Strom", genutzt haben, um nach Amerika zu gelangen, vermutet der Archäologe.
Die riesige Flotte, die über mehrere Flaggschiffe verfügte, konnte leicht aufgeteilt werden. Es gibt Anzeichen dafür, dass ein Teil der Flotte auf einer Reise nach Nordaustralien gefahren ist. So hat man dort chinesische Funde aus der Ming-Dynastie gemacht. 1879 wurde in Darwin, Australien, zwischen Wurzeln eines Banyan-Baumes in 1 m Tiefe ein Bild des chinesischen Gottes Shou Lao gefunden, das aus der Ming-Zeit stammen soll. Auch mündliche Überlieferungen von indigenen Australiern sprechen dafür.
In jüngster Zeit hat der britische Marinehistoriker und pensionierte U-Boot-Kommandant Gavin Menzies, gestützt auf verschiedene Quellen, Hypothesen entwickelt, wonach die Schatzschiffe alle Weltmeere bereist hätten. Diese These muss beim gegenwärtigen Stand der Forschung aber als hochspekulativ gelten. So vermutet Menzies, die Schatzflotte habe sich mehrfach aufgeteilt und u.a. die Magellanstraße und die Nord-Ost-Passage nördlich Sibiriens gefunden. An verschiedenen Orten in aller Welt u.a. auch in Nordamerika seien Gedenksteine gesetzt, an einigen auch schiffbrüchige Besatzungsmitglieder zurückgelassen worden (etwa an der Bucht von San Francisco). Auf einer der Bahamainseln will Menzies persönlich Beweise für den Schiffbruch eines Teils der Flotte gefunden haben. Bisher wurden seine Angaben jedoch nicht bestätigt. Die verbliebenen zeitgenössischen Quellen sind äußerst lückenhaft. Menzies argumentiert u.a. mit verschiedenen prä-kolumbischen Weltkarten, wie z.B. der Vinland-Karte aus dem 15. Jahrhundert, in die seiner Ansicht nach die von der Schatzflotte gewonnenen Erkenntnisse eingeflossen und die europäischen Seefahrern wie Vasco da Gama sowie Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan bekannt gewesen seien, bevor sie ihre Entdeckungen gemacht hätten.
Jubiläum
Zhengs Reisen werden im Jahre 2005 gefeiert. In Qingdao stach am 24. Mai 2005 die Grüne Augenbraue in See, Nachbau eines der kleineren Seeschiffe der historischen Flotte, um nach 40 Tagen in chinesischen Küstengewässern 17 asiatische und afrikanische Häfen so anzulaufen wie vor exakt 600 Jahre der große Zheng.
Ebenso machten sich von Taiwan aus eine private Expedition auf seinen Spuren auf den Weg. In Nanjing wurde auf seinem unscheinbarem Grab eine Statue errichtet, diese trägt die Inschrift Allahu akbar.
Literatur
- Levathes, Louise: When China Ruled the Seas, 1994: Simon & Schuster.
- Martin, Geoffrey J. and Preston E. James: All Possible Worlds: A History of Geographical Ideas, 1993: John Wiley & Sons, Inc.
- Menzies, Gavin: 1421: The Year China Discovered America, 2002: Bantam Press ISBN 0593050789
- Menzies, Gavin: 1421: Als China die Welt entdeckte, 2003: Droemer ISBN 3-426-27306-3
- Philip, Leo: Die Armada des Kaisers, 2000: GeoEpoche 8 – Das alte China.
- Qiu, Shusen: Zhongguo Huizu da cidian (Großes Lexikon der Hui-Nationalität Chinas). Nanjing 1992, S. 1018.
- Xie, Qihuang, u.a.: Zhongguo shaoshu minzu lishi renwu zhi di yi ji (Historische Persönlichkeiten der Minderheiten-Völker Chinas, Bd. 1). Beijing 1983, S. 101-105.
Weblinks
- http://www.chinapage.com/zhenghe.html (englisch)
- http://www.1421.tv (Menzies homepage)
- [http://www.taipeitimes.com/News/feat/archives/2004/01/11/2003087264 Taipe Times]: Following the wake of Zheng He
- http://www.zheng-he.org The Society of Extreme Exploration, Taiwan
- http://www.cronab.demon.co.uk/china.htm (Artikel: Bosworth, Michael L. (1999): The Rise and Fall of 15th Century Chinese Seapower)
- [http://www.zeit.de/2005/08/A-Zheng_He Die Schiffe des Drachen]: Artikel aus der "Zeit"
Kategorie:Militärperson (China)
Kategorie:Admiral
Kategorie:Entdecker
Kategorie:Chinese
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 1371
Kategorie:Gestorben 1435
ja:鄭和
ms:Cheng Ho
th:เจิ้งเหอ
zh-min-nan:Tēⁿ Hô
1435
Politik und Weltgeschehen
- 15. Juli: Im Frieden von Vordingborg werden der Hanse von Dänemark ihre Privilegien bestätigt
- Ulrich von Eyczing macht Schrattenthal in Niederösterreich zu seinem Hauptsitz
- 23. Juni: Franz II. Herzog der Bretagne († 1488)
- Jakob Sprenger, angeblicher Autor des Hexenhammers († 1495)
- 22. Juli: Heinrich von Sachsen, Fürst aus der Dynastie der Wettiner. ( - 1422)
- 12. Oktober: Agnes Bernauer, Geliebte und heimliche Gemahlin des bayerischen Herzogs Albrecht III. ( - um 1420)
- Zheng He, chinesischer Admiral und Seefahrer ( - 1371)
- Isabeau, Königin von Frankreich ( - 1371)
ko:1435년
1435
Politik und Weltgeschehen
- 15. Juli: Im Frieden von Vordingborg werden der Hanse von Dänemark ihre Privilegien bestätigt
- Ulrich von Eyczing macht Schrattenthal in Niederösterreich zu seinem Hauptsitz
- 23. Juni: Franz II. Herzog der Bretagne († 1488)
- Jakob Sprenger, angeblicher Autor des Hexenhammers († 1495)
- 22. Juli: Heinrich von Sachsen, Fürst aus der Dynastie der Wettiner. ( - 1422)
- 12. Oktober: Agnes Bernauer, Geliebte und heimliche Gemahlin des bayerischen Herzogs Albrecht III. ( - um 1420)
- Zheng He, chinesischer Admiral und Seefahrer ( - 1371)
- Isabeau, Königin von Frankreich ( - 1371)
ko:1435년
22. Februar
Der 22. Februar ist der 53. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 312 Tage (in Schaltjahren 313 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1142 - Das Kloster Roßleben (Thüringen) erhält Bestätigungsurkunde durch Papst Innozenz II. (siehe auch Klosterschule Roßleben)
- 1371 - Großbritannien. Robert Stuart wird König von Schottland.
- 1819 - USA. Spanien verkauft Florida an die USA.
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